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Folgendes stand im Schlitzer Bote:
Schlitzer Turm- und Posaunenbläser in
Ortenberg
Bezirksposaunentag zum 100-jährigen
Jubiläum des Bezirks Oberhessen
Gut vorbereitet waren sie alle. Schon
Wochen zuvor hatte man sich oberhessenweit an für die
Bläser günstig gelegenen Orten wie Gießen,
Alsfeld, Lauterbach, Lich, Nieder-Ohmen, Ober-Rossbach und
Ortenberg zu Blockproben getroffen, die der Landesposaunenwart
Albert Wanner durchführte. Die Palette der
Bläserliteratur war breit gestreut, von Barockmusik
über Gospels und Traditionals bis zu zeitgenössischer
Musik. Bunt gemischt sind heutzutage auch die
Bläserchöre unserer ländlichen Region:
männlich und weiblich, aus vielen Generationen. Die
Altersspanne liegt zwischen 10 und 80 Jahren, ein
Phänomen, das man eigentlich nur noch in
Posaunenchören finden kann. Alle arbeiten sie an der
gleichen Aufgabe. Ihr Verkündigungsauftrag lautet: 'Alles
was Odem hat, lobet den Herrn, lobt ihn mit Posaunen...'
Der Bezirk Oberhessen im Posaunenwerk der
EKHN feierte mit einem großen Posaunenfest am 19.3. in
Ortenberg sein 100-jähriges Bestehen. Lydia Appel-Moritz,
Vorsitzende des Bezirks Oberhessen, hatte die 68
Posaunenchöre mit mehr als 1200 Bläserinnen und
Bläsern eingeladen. Über 300 waren nach Ortenberg
gekommen, um unter der Leitung des Landesposaunenwarts Albert
Wanner dieses Ereignis bläserisch zu feiern. Für den
schönen Anlass hatte man das idyllische Städtchen
Ortenberg ausgesucht. Ein kleiner Ort mit einer
wunderschönen gotischen Marienkirche, die zudem noch eine
fast ideale Akustik aufzuweisen hat, droben auf dem Berg.
Am Sonntagmorgen gab es, bevor es richtig
losging, drei Workshops für die von allen Seiten
sternförmig anreisenden Bläsergruppen: In der
Grundschule trafen sich die vielen Jungbläser unter der
Leitung des Landesposaunenwarts und seiner Helferinnen und
Helfer zu einem 'Bläserfestival'.
Ein Swing-Workshop, der von Prof. Richard
Roblee von der Musikhochschule Würzburg gestaltet wurde,
fand im Bürgerhaus und ein Komponistenportrait von A.
Vivaldi unter der Leitung des Solotrompeters der Philharmonie
Hagen, Jan Esch, in der Marienkirche statt. Neben der
konsequenten Arbeit an den Werken kam, wie man allenthalben zu
hören bekam, der Spaßfaktor nicht zu kurz.
Bis dann alle bei herrlichen
Frühjahrstemperaturen am frühen Nachmittag zum
Festgottesdienst hinauf in die Marienkirche wallfahrten, hatte
das örtliche Rote Kreuz am Standort Grundschule dafür
gesorgt, dass die hungrig geblasenen Mägen mit Spaghetti
oder Schnitzel, je nach Wahl, gefüllt wurden. Die Arbeit
der Posaunenchöre ist in erster Linie
Verkündigungsarbeit in Gottesdiensten, in Altersheimen und
Krankenhäusern, auf dem Turm und auf Gemeindefesten.
"Sie bläst den Menschen die frohe Botschaft des
Evangeliums zu", so Pfarrer Schmitt in seiner Festpredigt
in der aus allen Nähten platzenden Marienkirche. "Die
Verbindung von Tradition und Vision...lässt uns
erfahren...(dass) Gott will, dass wir aus seiner Geschichte mit
uns Vertrauen schöpfen, um mit seiner erneuernden Kraft
neue Wege zu wagen...", schreibt Pfarrer Schatz in seinem
Grußwort zur Festschrift. Tradition und Vision. Diese
Verbindung wurde dann auch im musikalischen Ablauf des
Festprogramms während des Gottesdienstes deutlich: Vivaldi
und Bach, Swingrhytmen von Roblee und Jenkins folgten dann u.
a. Auszüge aus dem Musical 'Jesus Christ Superstar' und
dem Traditional 'El Condor Pasa'.
Begeistert aufgenommene Ohrwürmer
für die Gottesdienstbesucher. Wenn auch die zahlreichen,
zu solchen Anlässen offensichtlich unvermeidbaren
Festreden der Honoratioren und Honoratiorinnen zum Ende der
Veranstaltung vornehmlich die jungen blasenden
Hoffnungsträger im Chorraum der Kirche ein wenig zur
Verzweiflung brachten (deutlich vernehmbar der Ausruf einer
Nachwuchshoffnung: "...und noch einer!"), bleibt
dennoch für alle Teilnehmer unvergesslich, das, was es war:
ein beeindruckender Tag bei Freunden der geistlichen
Blasmusik. Lydia Appel-Moritz und den vielen fleißigen
Helferinnen und Helfern sei Dank gesagt für die
vorzügliche Organisation in Ortenberg.
Text: Günter Hohmeier - Fotos: Hermann
Franke
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Georg schmeckt’s!
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Micha und Uli auch...
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Bei der Probe
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Gewaltiger Klangkörper...
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